Jan Fischer
Newsletter 5
07.01.2018 - 01:31

Liebe Schachfreunde,

die oberfränkischen Schachtage 2018 sind mit erfreulichen Zahlen zu Ende gegangen: Nicht nur im Turnierschach gab es eine Steigerung (von 102 auf 110), sondern auch beim Blitzen (von 61 auf 73). Stark war die Resonanz, wie berichtet, in den Medien. TVO strahlte am Freitagabend einen Beitrag aus. Und von Walter Rädler erhielt ich eine E-Mail: "Schönen Gruß vom Vizepräsidenten des Deutschen Schachbunds und Lob für das tolle Turnier an alle, die mithelfen und mitarbeiten. Schachevents wie Eure Schachtage sind für unser Spiel der Könige die beste Werbung, die es gibt." Dem ist nur wenig hinzuzufügen. Solche Meinungen von "außerhalb" bestätigen uns darin, die oberfränkischen Meisterschaften der Erwachsenen und der Jugend an vier Tagen an einem Ort zu bündeln. Mittlerweile fanden die Schachtage zum 30. Mal in der Franken-Akademie auf Schloss Schney statt.
- Die Turnierseite: http://www.schney.schachbezirk-oberfranken.de/
- Das Bilderportal: http://alte-homepage.petersburch.de/dart-kit/4images/categories.php?cat_id=57
- Der TVO-Beitrag: https://www.tvo.de/mediathek/tag/schach/video/lichtenfels-oberfraenkische-schachtage-begeistern-jung-alt/


ERWACHSENE: WILFERT UND BREITHUT SIND DIE KÖNIGE VON SCHNEY
Der Hofer André Wilfert stand schon einmal kurz vor dem Gewinn der oberfränkischen Meisterschaft. Die schlechtere Buchholz-Wertung verhinderte da noch den Coup. Doch diesmal war es so weit: Der Regionalliga-Spieler vom 1. FC Marktleuthen holte sich den begehrten Titel mit sechs Punkten aus sieben Runden. Die Buchholz-Wertung war auf seiner Seite: Ein Pünktchen lag er hier vor dem vorher führenden Christopher Hartleb (SG Sonneberg), der ebenfalls sechs Zähler einheimste. Auf das dritte Treppchen kletterte einer, den man nun getrost Altmeister nennen darf: Stefan Wunder (FC Nordhalben) trat erstmals auch in der Seniorenklasse S60 an und holte sich dort auf Anhieb den Sieg. Dank des Erfindungsreichtums unseres Weltschachverbands gibt es seit Neuestem auch eine jüngere Seniorenklasse S50, hier fuhr Gilbert Rebhan (Kronacher SK) den Titel ein. Und bei den weiblichen Senioren fügte Eva-Maria Wilfert (PTSV-SK Hof) - Mutter des Oberfranken-Champions - ihrer Sammlung eine weitere Meisterschaft hinzu.
Hochspannung herrschte heute Nachmittag bei der Blitz-Meisterschaft: Nach 26 Runden setzte sich einer der Favoriten durch, der auch in den Vorjahren stets um den ersten Platz mitgespielt hatte. Kurt-Georg Breithut (SK Michelau) holte sich die Krone auf Schloss Schney und distanzierte den Fide-Meister Gerald Löw (TSV Bindlach-Aktionär) um einen halben Punkt. Stefan Lenhardt (SC Bamberg), der lange in Führung lag, landete auf Platz drei unter 31 Teilnehmern. Seniorenmeister im Blitzschach ist Professor Dr. Peter Krauseneck, Vorsitzender des Jubiläumsvereins SC 1868 Bamberg.
- Turnierschach Erwachsene: http://chess-results.com/tnr299990.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- Blitzschach Erwachsene: http://chess-results.com/tnr324534.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821

JUGEND: ES HAGELT DOUBLES
Geradezu unglaublich: Den Turnierschach-Meistern der U12 bis U8 gelang gestern Nachmittag das seltene Kunststück, auch die Blitzmeisterschaft für sich zu entscheiden. Das Double ging in der U12 an Jan Bieberle (Kronacher SK), in der U10 an Kilian Ebel (TSV Bindlach-Aktionär) und in der U8 Noah Kamleiter (TSV Bindlach-Aktionär). Heute ging es zumindest teilweise in dem Stil weiter. Vormittags holte Pablo Wolf (SC Bamberg) den U18-Titel im Turnierschach, nachmittags kam der Blitzschach-Titel dazu. In der U16 setzte sich der Favorit Spartak Galstyan (PTSV-SK Hof) auf den letzten Metern im Turnierschach noch durch. Vizemeister Lukas Köhler (SC Bamberg) wurde dann aber - in Abwesenheit von Spartak - Blitz-Champion. Die U14 sah Maik Ebel (TSV Bindlach-Aktionär) im Turnierschach vorne; die Ebel-Brüder vergrößterten ihre Trophäen-Sammlung enorm. Die Blitzmeisterschaft gewann jedoch Tobias Kolb (SV Seubelsdorf). Und ein Jugendmeister fehlt noch: Der beste U20-Blitzer heißt Moritz Sesselmann vom SK Kulmbach.

- U18-Meisterschaft: http://chess-results.com/tnr299992.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- U16-Meisterschaft: http://chess-results.com/tnr299993.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- U14-Meisterschaft: http://chess-results.com/tnr299994.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- Blitz U20-U14: http://chess-results.com/tnr324844.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- U12-Meisterschaft: http://chess-results.com/tnr299995.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- U10/U8-Meisterschaft: http://chess-results.com/tnr299996.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821
- Blitz U12-U8: http://chess-results.com/tnr324843.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&wi=821

JUGENDARBEIT: FRUCHTBARE GESPRÄCHSRUNDE
Am Donnerstagabend bat Bezirksjugendleiter Tobias Pfadenhauer zu einer Gesprächsrunde über Jugendarbeit - und viele Interessierte kamen. Eine wesentliche Erkenntnis: Eine Schulschach-AG eignet sich bestens zur Mitgliedergewinnung für den Verein. Außerdem wurde diskutiert, wie man Ehrenämter in der Schachorganisation für Jugendliche attraktiv machen kann. In vielen Vereinen und Verbänden ist eine Verjüngung der Vorstandsetage das erklärte Ziel; dafür soll die Werbung um junge Funktionäre verstärkt werden.

- Anregungen zur Jugendarbeit an BJL Tobias: 1jugendleiter@schachbezirk-oberfranken.de

HOMEPAGE: EIN PRALL GEFÜLLTER WERKZEUGKASTEN
Arno Schmittel aus Berlin hat die Homepage des Schachbezirks überarbeitet. Erste Ergebnisse seiner Arbeit stellte er am Freitagabend dem erweiterten Bezirksvorstand vor. Der künftige Internet-Auftritt ist ein prall gefüllter Werkzeugkoffer, auf den viele Redakteure zugreifen können. Das Ganze wird in den kommenden Wochen und Monaten verfeinert. Bis der Relaunch online geht, wird es also noch etwas dauern. Ihr dürft Euch schon jetzt auf noch mehr aktuelle und noch besser aufbereitete Informationen auf unserer Homepage freuen!

- Unsere Homepage: http://www.schachbezirk-oberfranken.de/

SCHNEY-TEAM: EIN GROSSES DANKESCHÖN
Bezirksspielleiter Reiner Schulz sei hier einmal beispielhaft für das Schney-Team genannt. Nach eigener Aussage kennt er jeden Winkel der Franken-Akademie, hat mehrere Leiter des Tagungszentrums erlebt. Schon Wochen vor den Schachtagen ist Reiner vor Ort, bespricht alle Details mit den Verantwortlichen. Und das seit 1989, als die oberfränkische Schach-Szene Schney für sich entdeckte. Man könnte noch viel mehr Menschen aufzählen, die fleißig vor und hinter den Kulissen arbeiteten und ihre Freizeit opferten. Man liefe aber Gefahr, einzelne Engagierte zu vergessen. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Helfer, die die oberfränkischen Schachtage auch in diesem Jahr wieder zu einem vollen Erfolg gemacht haben. Ihr wart klasse! Und wie wir Reiner Schulz & Co. kennen, geht es jetzt erst mal an die Abrechnung der Schachtage 2018 und dann langsam, aber sicher an die ersten Vorbereitungen der Schachtage 2019. Wir sehen und lesen uns wieder vom 3. bis zum 6. Januar 2019.

- FT-Artikel über Reiner Schulz und das Schney-Team: http://www.infranken.de/regional/lichtenfels/sport/schney-ein-fester-termin-fuer-franken;art296,3109790


Alvin


gedruckt am 24.02.2018 - 10:22
schney.schachbezirk-oberfranken.de/include.php?path=content&contentid=156