Dicht gedrängt an der Spitze

2. Runde

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Es ist schon ein beeindruckendes Bild, das sich im Turniersaal auf Schloss Schney bietet: Bei 82 Denksportlern rauchen seit heute die Köpfe. Am Start sind 53 Erwachsene, sechs Spieler in der U18, 14 in der U16 und neun in der U14. Die Königsklasse der Jugend spielt wieder im Erwachsenen-Feld mit, das damit so groß ist wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die U18 schrammte knapp am eigenständigen Turnier vorbei, da ein Teilnehmer krankheitsbedingt absagen musste.

Im Meisterturnier der Erwachsenen sind die großen Überraschungen bisher ausgeblieben. Acht Spieler – darunter auch die Nummer eins der Setzliste, Michal Michalek (SV Seubelsdorf) – wahren die weiße Weste, weitere neun kommen nach zwei Runden auf 1,5 Punkte. Der Favorit der U18, Pablo Wolf (SC Bamberg), mischt dabei munter vorne mit und hält bisher 100 Prozent. Erfahrungsgemäß trennt sich am zweiten Tag die Spreu vom Weizen. Wer nicht ganz vorne landet, kann auf einen von zahlreichen weiteren Titeln und Preisen hoffen. Besonder hart umkämpft ist die U25-Wertung. Und bei der Senioren-Meisterschaft (Ü60) deutet sich bislang ein Kopf-an-Kopf-Rennen an.

Die U16-Konkurrenz sieht am Donnerstagabend drei Spieler mit jeweils zwei Punkten vorne, darunter die beiden Topgesetzten Tobias Kolb (SV Seubelsdorf) und Annika Petzold (TSV Bindlach-Aktionär). Und in der U14 führen Johannes Renner (Kronacher SK) und Jan Bieberle (SC Höchstadt) mit zwei Siegen das Feld an.

Am Freitagmorgen wird es endgültig richtig voll in der Franken-Akademie – die Teilnehmerzahl knackt einmal mehr die 100er-Marke. Dann kommen auch die Jüngsten in Schney an, und sie werden zwei Tage lang ihre Turnierschach- und Blitz-Champions ermitteln. Die voraussichtlich größte Jugendgruppe bildet die U12; Vincent Wolf (SC Bamberg) kann hier die beste DWZ vorweisen. Traditionell in einem Turnier spielen die U10 und U8 zusammen. Zwölf vorangemeldete Spieler kämpfen um Meisterehren. Noah Kamleiter (TSV Bindlach-Aktionär) hat in der U10 laut Setzliste die besten Chancen, Jacob Gugel (SC Höchstadt) in der U8.

Übrigens lässt sich Jahr für Jahr leicht feststellen, wo die Hochburgen der Nachwuchsarbeit in Oberfranken sind: Bamberg, Bindlach, Höchstadt, der oberfränkische Jugendförder-Preisträger Kronach und Seubelsdorf gehören in jedem Fall dazu.

Am Freitagabend gibt es zwei wichtige Termine für alle Teilnehmer, aber auch alle Schachaktiven in Oberfranken: zunächst eine Besprechung zur Jugendarbeit, dann ein Vortrag über Lasker.

Jan Fischer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit