Hochspannung bis zuletzt

Vor der letzten Runde hat ein Quarett noch Aussichten auf Platz eins bei den Erwachsenen. Einer davon ist – erstaunlicherweise – ein U18-Spieler, Lukas Köhler (SC Bamberg). Neben ihm sind es die drei Topgesetzten, die nach sechs Runden auf funf Punkte kommen: Ralf-Michael Großhans (SK Weidhausen), Michal Michalek (SV Seubelsdorf) und Johannes Pfadenhauer (TSV Bindlach-Aktionär). Und die Top Four treffen am Samstag aufeinander. Eine erneute Entscheidung per Buchholz ist unausweichlich. Bis zuletzt herrscht Hochspannung.

Da sind die Verhältnisse in der U16 schon klarer: Tobias Kolb (SV Seubelsdorf) reicht ein Remis zum Titelgewinn; Annika Petzold (TSV Bindlach-Aktionär) braucht nur noch ein Unentschieden, um Platz zwei abzusichern. Und die U14 macht es ähnlich spannend wie die “Großen”. Newcomer Nikolai Evseychev (TSV Oberlauter), Johannes Renner (Kronacher SK) und Jan Bieberle (SC Höchstadt) bilden mit jeweils 4,5 Zählern die Spitze.

Am Sonntagmittag werden dann die nächsten Meister gekürt, und zwar nicht nur bei den Erwachsenen und in den drei höchsten Jugendklassen. Auch Titel für Nestoren, Senioren, Jungsenioren, U25-Spieler und Frauen sind zu vergeben, ganz zu schweigen von den Rating-Preisen. Und anschließend geht es in allen diesen Kategorien – und der U20 – noch um Blitz-Meisterehren. Massig Pokale, Preise und Tickets für die bayerische Meisterschaft werden verteilt.

Noch zwei Notizen am Rande der Bretter: Für die gesprächsbedürftigen Sonneberger wurde eigens ein “Thüringer Labereck” eingerichtet.

So bekommen die Spieler im Turniersaal bei Öffnung der Tür nicht mehr alle Unterhaltungen der Schachfreunde mit …  Und: Hauptschiedsrichter Ingo Thorn hat bei einigen Teilnehmern eine Unart entdeckt, gegen die er mit zunehmendem Erfolg angeht. Das Regelwerk sieht nämlich vor, dass der Turnierleiter jederzeit alle notierten Züge einsehen kann – das heißt, er muss die Möglichkeit dazu erhalten. Allzu oft blieb die Notation aber seinen Blicken verborgen, weil Kugelschreiber exakt darüber lagen. Unser Hauptschiedsrichter rückte ein ums andere Mal die Stifte zurecht. Eine neue Form von J’adoube