Schachtage auf konstant hohem Niveau

Seit mittlerweile 30 Jahren finden die oberfränkischen Schachtage in der Franken-Akademie auf Schloss Schney bei Lichtenfels statt. Und wie sich bei der diesjährigen Austragung erneut zeigte, sind sie zu einer festen Größe in der Denksport-Szene geworden. Die Teilnehmerzahlen verharrten konstant auf hohem Niveau, stiegen sogar im Vergleich zum Vorjahr noch leicht an. Insgesamt beteiligten sich 112 (+2) Spieler an den Wettbewerben im Turnierschach, 75 (+2) waren es im Blitzschach. Innerhalb von nur vier Tagen kämpften 187 Teilnehmer um Punkte, Platzierungen, Pokale und Preise. Meister und Vizemeister der einzelnen Klassen sicherten sich Tickets für die bayerischen Meisterschaften. Erfolgreichster Verein war einmal mehr der TSV Bindlach-Aktionär mit sechs Titelgewinnen vor dem SC Bamberg mit vier. Insgesamt wurden diesmal 22 Meister gekürt.

Erst in der allerletzten Partie fiel die Entscheidung über die Turnierschach-Meisterschaft der Erwachsenen. Dabei setzte sich Johannes Pfadenhauer (TSV Bindlach-Aktionär) mit den schwarzen Steinen gegen den Topgesetzten Michael Michalek (SV Seubelsdorf) durch. Danach war der Kronacher in Diensten des Zweitligisten Bindlach alleiniger Erster mit sechs Punkten aus sieben Runden. Pfadenhauer, der aus einer schachbegeisterten Familie stammt, ist mit erst 21 Jahren zudem einer der jüngsten oberfränkischen Erwachsenen-Meister aller Zeiten. Neben dem Karl-Heinz-Hein-Wanderpokal und der Qualifikation für die bayerische Meisterschaft im August trug er auch den Sieg in der erstmals ausgespielten U25-Wertung davon. Das Feld des Meisterturniers war so groß wie lange nicht: 53 Erwachsene und sechs U18-Spieler ermittelten in sieben Runden ihre Besten. Ralf-Michael Großhans (SK Weidhausen), dem Meister des Jahres 2015, blieb diesmal der Vizetitel und der erste Platz bei den Jungsenioren, der Kategorie „50 plus“. Auf Platz drei landete mit Lukas Köhler (SC Bamberg) ebenfalls ein junger Spieler.

Bei der Blitz-Meisterschaft am Dreikönigstag gelang es Kurt-Georg Breithut (SK Michaelau), seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Nach 26 Runden kam er auf 19,5 Punkte; er hatte damit einen halben Zähler mehr als seine härtesten Verfolger, Ralf Mittag und Stefan Lenhardt vom SC Bamberg, gesammelt.

In den Jugendklassen gab es dieses Jahr nur ein Double aus Turnier- und  Blitzschach-Titel: Wie schon 2018 wurde Pablo Wolf (SC Bamberg) U18-Meister im Turnierschach, am selben Tag kam der Titel in der schnellsten Schachdisziplin dazu. Ein Blick auf die Ergebnislisten der Nachwuchsturniere macht deutlich, wo die größten Talentschmieden im Schachbezirk Oberfranken liegen – in Bindlach, Bamberg und Höchstadt.

Hinter den Kulissen der Schachtage zeichnete das eingespielte „Schney-Team“ für die Organisation,  die Turnierleitung und den reibungslosen Ablauf verantwortlich. Die Ehrenamtlichen sorgten auch dafür, dass Teilnehmer und Interessierte über die Turnierseite im Internet ständig auf dem Laufenden blieben.